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DEF LEPPARD - "Yeah!"

Def Leppard

Neues V.Ö. Datum 23.06.2006!

BIOGRAFIE

Die Behauptung, dass Def Leppard seit ihrer ersten gemeinsamen Bandprobe in einer alten Löffelfabrik in Sheffield, vor inzwischen rund dreißig Jahren, eine Menge erreicht und erlebt haben, ist eine gnadenlose Untertreibung. Seit jenem einschlägigen Datum hat die Band – Joe Elliott (Gesang), Vivian Campbell (Gitarre), Phil Collen (Gitarre), Rick „Sav“ Savage (Bass) und Rick Allen (Drums) – unzählige ausverkaufte Tourneen in der gesamten Welt absolviert und hat inzwischen weltweit über 65 Millionen Alben verkauft. Zudem konnten Def Leppard den prestigeträchtigen „Diamond Award“ (für über 10 Millionen verkaufte Alben) gleich zweimal in Empfang nehmen: für die Alben „Hysteria“ und „Pyromania“.

Ihr Debütalbum „On Through the Night“ erschien im Jahr 1980. Die Band tourte schon bald darauf gemeinsam mit Künstlern wie Pat Travers, Judas Priest oder Ted Nugent – und am 21. Geburtstag von Joe Elliott spielten Def Leppard sogar eine gemeinsame Show mit AC/DC im „Palladium“ in New York City.

1981 kam der Produzent Robert John „Mutt“ Lange an Bord, um mit der Band das zweite Album, „High `N´ Dry“ fertig zu stellen. Danach ging’s sofort wieder auf Tour, dieses Mal mit Ozzy Osbourne und Blackfoot. Im Folgejahr, als die Band gerade bei den Aufnahmen ihres dritten Albums („Pyromania“) war, spielte ein damals brandneuer Fernsehsender namens MTV ein Live-Video zu „Bringing on the Heartbreak“, einen Song des „High `N´ Dry“-Albums. Auf diese Weise landete die Band ihren ersten US-Hit, und das Album ging von nun an weg wie warme Semmeln. (20 Jahre später machte selbst Mariah Carey eine Coverversion davon).

Während der Aufnahmen, die zu „Pyromania“ führen sollten, verließ Pete Willis die Band, als sein Lebenswandel sich nicht länger mit seinem Gitarrenspiel vereinen ließ. Phil Collen (zuvor bei der Londoner Band Girl aktiv) ersetzte ihn schon am kommenden Tag. Als das Album schließlich erschien (und mit ihm das Video zur ersten Single, „Photograph“), stand die Welt plötzlich Kopf. So gut wie jeder Radiosender spielte Def Leppard – und zwar weltweit! Das Album verkaufte rund 100.000 Einheiten pro Woche – und zwar fast das gesamte Jahr lang. Sie tourten pausenlos, hatten im Handumdrehen ein Abo auf Headliner-Slots. Wer im Jahr 1983 ohne „Union Jack“ rumlief, der konnte gleich zuhause bleiben.

Während der Aufnahmen zu „Hysteria“ musste die Band dann einen schweren Schlag hinnehmen. Am Silvesterabend des Jahres 1984 verlor Rick Allen die Kontrolle über sein Auto und wurde aus seinem Sitz geschleudert. Sein linker Arm wurde dabei schwer verletzt. Doch schon wenige Monate nach der Tragödie brachte sich Rick bei, einarmig Schlagzeug zu spielen – er benutzte dazu ein elektronisches Set. Vom konstanten Aufnehmen (und dem dazugehörigen Verschleiß von Produzenten – auch Mutt warf schließlich erschöpft das Handtuch) regelrecht ausgebrannt, entschlossen sich Def Leppard, zunächst ein paar Aufwärm-Gigs zu spielen, um wieder in Form zu kommen. Eine unvergessene Show im „Castle Donnington“ im August 1986 stellte schließlich klar, dass Ricks Schlagzeugspiel kein bisschen Energie eingebüßt hatte; im Gegenteil: besagte Show war mindestens so druckvoll und rockig wie frühere Def-Leppard-Konzerte. Das im August 1987 veröffentliche „Hysteria“-Album hielt darauf sieben Hit-Singles bereit und wurde zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten. Zum Album-Release spielte die Band stolze 227 Gigs, wobei die Stadien weltweit ausnahmslos ausverkauft waren. Was keiner für möglich gehalten hatte, war zur Fortsetzung der wohl unwahrscheinlichsten Erfolgsstory der Rock’n’roll-Geschichte geworden.

1991, wiederum während der Aufnahmen, dieses Mal zu ihrem inzwischen fünften Album, starb Steve Clark nach mehreren Entzugsversuchen dreißigjährig an einer Überdosis aus Alkohol und Medikamenten.

Am Boden zerstört und zugleich fest entschlossen, weiter zu machen, zogen die vier überlebenden Bandmitglieder weiter: im April 1992 erschien „Adrenalize“. Noch im selben Monat fragte die Band den Iren Vivian Campbell (Duo, Whitesnake), ob er einsteigen wolle. Viv feierte seinen Einstieg bei Def Leppard mit dem Freddie-Mercury-Tribute-Konzert im Wembley Stadion, das in die gesamte Welt übertragen wurde. „Adrenalize“ stieg auf dem Ersten Platz der US-Charts ein und sollte dort für insgesamt fünf Wochen bleiben. Nach einer weiteren Welttournee kehrte die Band schließlich nach Sheffield zurück, um im hiesigen (und ausverkauften) Don Valley-Stadion vor 40.000 Fans zu spielen.

1994 war insofern ein Wendepunkt für Def Leppard, dass Vivian nun zum ersten Mal an den Aufnahmen für ein Album beteiligt war. Sie nahmen „Slang“ in einem Haus in Marbella (Spanien) auf. Bevor sie mit den Aufnahmen fertig waren, schlug ihr Label die Veröffentlichung eines Best-Of-Albums vor: So erschien „Vault“ (Best-Of) im Oktober 1996, gefolgt vom bereits erwähnten Studioalbum „Slang“, das sechs Monate später veröffentlicht wurde.

Um die „Vault“-Compilation zu promoten, spielte die Band „3 Kontinente an einem Tag“. Sie begannen ihren großen Tag mit einem Set in Tanger (Marokko), flogen dann nach London für ein einstündiges Akustik-Set und beendeten ihren Triumph mit einer Performance in Vancouver. Auf diese Weise sicherten sich Def Leppard auch einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde.

1999 wurden Def Leppard in den Vereinigten Staaten von der RIAA mit dem prestigeträchtigen „Diamond Award“ für ihr Album „Hysteria“ ausgezeichnet; der Preis wird dann verliehen, wenn von einem Album über 10 Millionen Einheiten verkauft sind. Bis zum heutigen Tage ist „Hysteria“ weltweit schon weit über 18 Millionen Mal über die Ladentresen gegangen; im Verlauf ihrer gesamten Karriere haben sie somit inzwischen weit über 60 Millionen Alben verkauft, eine Zahl im Übrigen, die nur wenige Künstler (und noch weniger britische Künstler) bis dato erreicht haben: The Beatles, Pink Floyd, Elton John und Eric Clapton. Schon vier Jahre später folgte der zweite „Diamond Award“ für die Band, dieses Mal mit „Pyromania“, was Def Leppard schließlich in die absolute A-Klasse der Rockbands aufstiegen ließ: denn bisher haben nur insgesamt fünf Bands zwei dieser begehrten Trophäen in Empfang nehmen können (die anderen vier sind Pink Floyd, The Eagles, Van Halen und Led Zeppelin).

Def Leppard war zudem eine der ersten Bands, die im Rahmen der beliebten VH1-Serie „Behind The Music“ zu sehen war. Im Juli 2001 zeigte der Kanal den Def-Leppard-Film „Hysteria: The Def Leppard Story“, was VH1 die höchsten Einschaltquoten der 25-bis-34-Jährigen generierte.

2002 erschien dann „X“, ihr zehntes Album. Wiederum ging die Band auf Tour und konnte sich über ausverkaufte Venues freuen.

Ihr Best-Of-Album „Vault“ ist seit der Veröffentlichung vor rund zehn Jahren in den Top-100 der amerikanischen „Billboard Top 200/Top Catalogue Albums Charts“ zu finden – alljährlich werden nahezu eine halbe Million Alben verkauft. Ihre zweite Greatest-Hits-Sammlung, „Rock Of Ages“, erschien im Mai 2005 und hat inzwischen ebenfalls Platinstatus erlangt.

Dieser Tage kehren Def Leppard nun mit ihrem inzwischen zwölften Studioalbum „Yeah!“ dahin zurück, wo für sie alles losging: das Album ist eine Collection von 14 (Cover-)Songs, die sie schon in ihren Gründungstagen bewegten. Zu den Def-Leppard-Interpretationen von klassischen Hits, die sich auf dieser Pflichtscheibe befinden, zählen u.a. Songs von The Kinks, Badfinger, T. Rex, David Bowie, Sweet, Roxy Music, Mott the Hoople, Free, Faces, Thin Lizzy und anderen.

„Dieses Album ist eine Doku über unsere Herkunft“, berichtet der Sänger Joe Elliott. „Es handelt sich dabei ausschließlich um Songs von denjenigen Alben, die wir uns gekauft haben, als wir gerade mal zwischen elf und vierzehn Jahren waren. Diese Songs sind seither in uns übergegangen, sie sind unsere DNS, wenn du so willst – sie sind der Grund, warum wir überhaupt Def Leppard geworden sind.“

Von der Band eigenhändig produziert und in Elliotts Homestudio in Dublin im Jahr 2004 aufgenommen, vollbringt es dieses Album, den Hits der ehrwürdigen Idole zu gedenken und gleichzeitig den unverwechselbaren Sound von Def Leppard zu transportieren.

„Wir mussten diese Songs irgendwann aufnehmen – sie mussten raus!“, erzählt der Gitarrist Phil Collen. „Diese Ära hat uns alle so stark bewegt, dieses Genre, wo die Künstler mit unglaublich starken Bildern operierten und dabei auch noch verdammt große Songs geschrieben haben.“

Dabei steht das Album auf unterschiedliche Arten für eine Rückkehr zu den Wurzeln von Def Leppard: Für die Aufnahmen, die zu „Yeah!“ führten, hat die Band die unglaublich dichte und vor allem digitale Art der Aufnahme, die ihnen über die Jahre ihren einzigartigen Sound beschert hat, gegen eine Technik eingetauscht, die viel mehr mit der Technik zur Zeit der Originalaufnahmen gemein hat.

„Wir wollten unbedingt den Spirit der Originalaufnahmen einfangen“, erklärt Collen. „Also haben Vivian und ich live und vor allem gleichzeitig gespielt, und zwar durch simpel abgenommene Gitarrenverstärker. Normalerweise gehen wir direkt ins Mischpult.“

Auch die Auswahl der Songs war der Band besonders wichtig: die offensichtlichen Klassiker haben sie dabei links liegen gelassen und sich lieber den persönlichen Lieblingsliedern gewidmet.

„Wenn man früher `Waterloo Sunset´ von den Kinks hörte, dann war man plötzlich da, auf der Waterloo Bridge“, erinnert sich Elliott sichtlich bewegt. „Ich war zehn, als ich `The Best of the Kinks´ bekam, und Phil wuchs direkt an der Brücke auf –, von daher hatte dieser Song eine ganz besondere Bedeutung für uns.“

„Und im Fall von Bowie hatten wir keine Lust auf `Gene Genie´ oder `Ziggy Stardust´. Bei The Kinks war `You Really Got Me´ einfach nicht der richtige Song für uns“, fügt Collen hinzu. „Wir wollten etwas anderes präsentieren – unsere ganz persönliche Klassiker-Platte.“

Auf dem Album kann man sogar Collens Stimme auf dem Faces-Klassiker „Stay With Me“ hören. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, diesen Song einzusingen. Trotzdem war mein Hals danach im Arsch“, lacht Collen. „Ich habe die rauere Stimme, also kam Joe an und fragte mich einfach.“

Wie zu erwarten war, wird die größte Arenarock-Band Großbritanniens die Veröffentlichung von „Yeah!“ auch gebührend mit einer ausgiebigen Tour zelebrieren. Die anstehende Tournee beginnt am 3. Juni in Italien. Ab dem 23. Juni werden Def Leppard dann auch die Staaten auf ein Neues erobern und dort einen ganzen Sommer lang mit den befreundeten Legenden von Journey durch die Stadien des Landes ziehen.

Macht euch auf einen Rock-Rundumschlag gefasst.

 

„Yeah!“ erscheint am 23. Juni auf Mercury Records.

 

Europa-Tourdaten:

Samstag, 3. Juni – Mailand,
„Gods of Metal Festival“ (Italien) (Co-Headliner mit Whitesnake)

Mittwoch, 7. Juni – Oberhausen,
Arena (Deutschland) (Co-Headliner mit Whitesnake)

Freitag, 9. Juni – Solvesborg,
„Sweden Rock Festival“ (Headliner)

Samstag, 10. Juni – Arrow Classic
(Holland) (als Gast bei Roger Waters)

Montag, 12. Juni – Zürich,
Hallenstadion (Schweiz) (Headliner)

Samstag, 17. Juni – Sheffield,
Hallam FM Arena (Großbritannien)

Sonntag, 18. Juni – London,
Hammersmith Apollo (Großbritannien)

 

Infomaterial von DEF LEPPARD zum runterladen: